Umstieg auf Windows 10 ohne Stolpersteine: So funktioniert´s!

Mit Windows 10 versucht Microsoft, das Beste aus seinen beiden Vorgängerversionen Windows 7 und 8 zu vereinen. Um das neue Betriebssystem zu installieren, haben Sie grundsätzlich mehrere Möglichkeiten. Welcher Weg sich für Sie am besten eignet und welche Vorkehrungen Sie vorher vornehmen sollten, erklärt Ihnen Wirkaufens hier.

   Inhaltsverzeichnis
  1. Backup und Systemanforderungen
  2. Parallelbetrieb vom alten und Betriebssystem
  3. Update auf Windows 10
  4. Komplette Neuinstallation
  5. Windows 10 für Nutzer von Windows XP und Vista
  6. Unsere Empfehlung

1. Backup und Systemanforderungen

Für die meisten Rechner auf denen Windows 7, 8 oder 8.1 läuft, dürfte die Installation des Betriebssystems fast so reibungslos funktionieren wie ein einfaches Softwareupdate. Doch für Rechner mit älteren Windows-Versionen wie XP oder Vista ist der Wechsel zu Windows 10 nicht ohne weiteres möglich.
Grundsätzlich haben Sie drei Möglichkeiten Windows 10 zu installieren. Sie können Ihre alte Windows-Installation updaten, Windows komplett neu aufsetzen oder Windows 10 parallel zum alten Betriebssystem installieren.

Doch bevor Sie mit der Installation des neuen Betriebssystems starten, sollten Sie ein aktuelles Backup Ihres Systems und Ihrer Daten vornehmen. Auf diese Weise gehen Ihnen keine wichtigen Dokumente, Fotos oder Videos verloren, sollte bei der System-Einrichtung etwas schief gehen. Unter Windows 7 finden Sie die Backup-Funktion über die Systemsteuerung unter „Systemabbild erstellen“ und bei Windows 8.1 über die Systemsteuerung unter „Systemabbildsicherung“.

Die offiziellen Mindestanforderungen für Windows 10

CPU: ab 1 GHz mit PAE, NX und SSE2
RAM: 1 GB (32-Bit) / 2 GB (64-Bit)
Festplattenspeicher: 16 GB (32-Bit) / 20 GB (64-Bit)
Grafikkarte: DirectX 9-fähig mit WDDM-Treiber

Das neue Betriebssystem von Microsoft stellt an und für sich keine erhöhten Systemanforderungen an Ihren Rechner. Stattdessen bleiben die Systemvoraussetzungen, wie sie von Windows 7 und 8 bekannt sind, auch für Windows 10 gültig. Ein Rechner, der Windows 7 stemmt, kommt also auch mit Windows 10 zurecht. Beachten Sie hier die Unterschiede bei der 32- und 64-Bit-Version und den benötigen Arbeits- und Festplattenspeicher.

2. Altes und neues Betriebssystem parallel laufen lassen

Wenn Sie fürchten mit dem alten Betriebssystem den Zugriff auf wichtige Programme oder Geräte zu verlieren, dann können Sie Windows 10 erst einmal parallel zum alten Windows installieren und ausprobieren. So können Sie prüfen, ob alles funktioniert. Einzelne Funktionen wie beispielsweise das Windows Mediacenter gehen mit Windows 10 komplett verloren.
Wenn Sie noch alte Hardware wie einen Drucker nutzten, für den es keine neuen Treiber für Windows 10 gibt, kann es sinnvoll sein, das alte Windows Vista oder XP für den Betrieb dieser Geräte weiter zu nutzen.

Damit Sie Windows 10 und Ihr altes Betriebssystem gleichzeitig nutzen können, muss Windows 10 in einer zweiten Festplattenpartition oder auf einer zweiten Festplatte installiert werden. Um Windows 10 installieren zu können, laden Sie zunächst die ISO-Datei von Microsoft herunter und sichern die Datei auf einem USB-Stick oder einer DVD. Damit lässt sich Windows auf einer eigenen Festplattenpartition installieren und mit dem Produktschlüssel freischalten.

3. Update auf Windows 10

Als Nutzer von Windows 7 oder 8.1 haben Sie die Möglichkeit, Windows 10 als Update zu beziehen. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass so gut wie alle installierten Programme, Systemeinstellungen, Internetpasswörter, Lesezeichen und sonstige Einstellungen übernommen werden. (Als Nutzer von Windows 8 müssen Sie ihr System erst auf 8.1 Version upgraden, damit Sie diese Option nutzen können.)
Zunächst sollten Sie das Windows-Update auf den neuesten Stand bringen, denn nur Windows 7 mit installiertem Servicepack 1 oder Windows-8.1-Rechner lassen ein Update zu. Dann erscheint in der Taskleiste das Windows-Symbol, mit dem Microsoft das Upgrade auf Windows 10 anbietet. Wenn Sie dem zustimmen, lädt Ihr Rechner die neueste RTM-Version von Windows 10 automatisch im Hintergrund herunter.

4. Komplette Neuinstallation

Wenn Sie sich von alten Updates und Einstellungen trennen und Windows komplett neu und frisch aufsetzen möchten, dann haben Sie als Nutzer von Windows 7 und 8.1 ebenfalls diese Möglichkeit. Vorteilhaft an dieser Vorgehensweise ist, dass alle vergangenen Fehlkonfigurationen gelöscht werden. Anderseits müssen Sie im Nachhinein alle Systemeinstellungen, Passwörter, Lesezeichen und sonstigen Einstellungen neu anlegen und konfigurieren.

Erschwert wird die komplette Neuinstallation allerdings dadurch, dass Sie trotzdem erst einmal das Update auf Windows 10 ausführen müssen, um im Anschluss im Untermenü unter Einstellungen > Update & Sicherheit > Recovery > PC, eine automatische Neuinstallation auszulösen.

5. Windows 10 für Nutzer von Windows XP und Vista

Im Gegensatz zu Windows 7, 8 und 8.1 gilt bei XP und Vista leider, dass ein damit bestückter Rechner unter Windows 10 langsamer laufen wird. Windows 10 stellt nämlich höhere Systemanforderungen: Während XP zum Beispiel 256 MB Arbeitsspeicher ausreichen, sollte es bei Windows 10 mindestens 1 GB RAM für die 32-Bit-Version sein.
Hinzu kommt, dass der direkte und kostenlose Umstieg auf von Windows XP oder Vista auf Windows 10 nicht möglich ist. Stattdessen müssen Sie entweder eine Installations-DVD im Fachhandel oder online erwerben oder etwas günstigere Variante eine gebrauchte Lizenz von Windows 7 oder 8.1 kaufen. Als Nutzer von Windows 7 oder 8.1 sind Sie dann wieder berechtigt, im ersten Jahr nach Erscheinen auf Windows 10 gratis umzusteigen.

Unsere Empfehlung

Egal, für welchen Durchführungsweg Sie sich entscheiden, prüfen Sie vor der Installation von Windows 10, ob Ihr Rechner die Systemanforderungen erfüllt. Fertigen Sie dann Sicherheitskopien von Ihren Dateien an oder nehmen Sie einen kompletten Backup Ihres Systems und Ihrer Daten vor!
Ein Parallelbetrieb von Windows 10 und dem alten System lohnt sich vor allem für Unentschlossene, die das neue System erst ausprobieren möchten oder ihre alte Hardware unter dem alten Betriebssystem weiter benutzen möchten.
Ein Update auf Windows 10 ist vor allem für Nutzer von Windows 7 oder 8.1 günstig, da fast alle installierten Programmkomponenten und persönlichen Einstellungen erhalten bleiben. Eine komplette Neuinstallation ist Ihnen zu empfehlen, wenn Sie einen neuen Windows 7 oder 8.1 PC besitzen. Hier kann die Neuinstallation nach dem Update einfach automatisch ausgelöst werden.

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