Schneller Wertverlust bei gebrauchten Smartphones

Was beim Verkauf von Autos gilt, gilt ebenso für Smartphones: Marke, Modell, Zustand und der richtige Moment entscheiden über den Restwert beim Wiederverkauf. Während man die ersten drei Faktoren nicht mehr beeinflussen kann, sollte jeder, der zum Launch des neuen Samsung Galaxy S4 mit dem Kauf liebäugelt, den richtigen Moment abpassen. Denn wenn das Nachfolgemodell auf den Markt kommt, verliert der Vorgänger überdurchschnittlich an Wert.
Nach wenigen Jahren hat ein Smartphone oder Handy nicht automatisch Schrottwert, aber der Wertverlust ist enorm. So erzielt ein Samsung Galaxy 2 (Gebrauchtpreis vor knapp eineinhalb Jahren 400 Euro) heute im gebrauchten Zustand nur noch 140 Euro.
Der ideale Zeitpunkt für den Smartphone-Verkauf
Doch wann sollte man sein gebrauchtes Smartphone verkaufen und gibt es den idealen Zeitpunkt, um sich von seinem Smartphone zu trennen?
Smartphones verlieren grundsätzlich immer an Wert – der Verlust kann in nur einem Jahr bis zu 50% betragen. Dies gilt allgemein für Konsumelektronik, die heutzutage einen immer kürzeren Lebenszyklus hat, weil in immer schnelleren Abständen neue Geräte auf den Markt kommen. Deshalb verlieren Smartphones gerade in den ersten Monaten und beim Erscheinen des Nachfolgemodells besonders an Wert.
„In den letzten Wochen haben sich die Preise beim Galaxy S2 und S3 bereits nach unten bewegt. Wir erwarten für die kommende Woche einen weiteren Verlust und für die Zeit nach dem Verkaufsstart des S4 am 27.4. sogar eine Beschleunigung“, sagt Christian Wolf, Chef der Ankaufseite WIRKAUFENS. „Daher die klare Empfehlung: Wer genau weiß, dass er das neue S4 kaufen wird, sollte sein jetziges Smartphone so schnell wie möglich verkaufen.“ Deutlich wird die typische Preisentwicklung in dieser Grafik:

Preisverfall_Smartphones
Beispiel Samsung Galaxy
Der koreanische Hersteller Samsung konnte in den letzten Jahren bezüglich Image und technischer Ausstattung deutlich aufschließen und hat eine ähnlich treue Fangemeinschaft wie Apple, auch wenn der durchschnittliche Preisverlust bei den Galaxy-Smartphones von Samsung zwischen 20-30 Prozent im Jahr und somit etwas höher als bei Apple liegt. Momentan aber fallen die Preise stärker, denn am 27. April kommt die nächste Generation, das Samsung Galaxy S4, auf den deutschen Markt.

Beispiel Apple iPhone
Eine Analyse von WIRKAUFENS ergab, dass das iPhone von Apple besonders wertstabil ist. Die
Geräte des kalifornischen Herstellers haben ein besonders gutes Image, die technische Ausstattung
ist top, die Verarbeitung überdurchschnittlich und die Besitzer gehen sehr pfleglich mit den Geräten
um. Aus diesen Gründen ist der Wertverlust beim iPhone sehr gering und bewegt sich nach den von
WIRKAUFENS ermittelten Zahlen im Schnitt zwischen 15-25 Prozent im Jahr. Unter Preisdruck
geraten die iPhones, wenn das Nachfolgemodell auf den Markt kommt. In dieser Zeit wird der
Gebrauchtmarkt mit Vorgängermodellen überschwemmt. Grund dafür sind die sehr hohe
Markentreue und Technikaffinität der Apple-Jünger, die immer das neuste iPhone besitzen wollen
und das alte iPhone in diesem Moment zu Geld machen. Dadurch fallen die Preise innerhalb
weniger Wochen überdurchschnittlich.
Die entscheidenden Faktoren für den Wertverlust
Warum ist das eine Gerät etwas für die Recyclingtonne, während das andere noch einen guten Preis
erzielt? Prinzipiell gilt: Je älter ein Smartphone ist, desto größer ist auch der Wertverlust. Besonders
stark fällt der Preis, wenn ein direktes Nachfolgemodell auf den Markt kommt. Entscheidend für
den Preisverfall sind zudem Faktoren wie Hersteller, Modell, Ausstattung, Image und
selbstverständlich der Zustand.
Zudem lohnt es sich, schon beim Kauf darauf zu achten, ob das Gerät ordentlich verarbeitet ist und
technisch auf dem neusten Stand ist. Hier kann es zwischen einzelnen Modellen des gleichen
Herstellers deutliche Unterschiede geben.
Pflege des Displays ist entscheidend
Ein gut gepflegtes Smartphone mit wenigen Gebrauchsspuren hat einen höheren Wert als ein
zerkratztes Gerät. Besonders wichtig bei Smartphones ist das Display. Während die Backcover
meistens leicht und kostengünstig gewechselt werden können, ist der Austausch eines zerkratzten
oder gesprungenen Displays kompliziert und teuer. Auf das Display sollte man somit besonders
achten, will man später beim Verkauf einen hohen Preis erzielen. Zu empfehlen sind Folien zum
Anbringen auf dem Display oder eine passende Schutzhülle für das Smartphone.
Smartphones nach 5 Jahren nur noch mit Schrottwert
Die preislichen Auswirkungen des Zustands nehmen mit dem Alter der Geräte deutlich ab. So spielt
der Zustand eines Geräts ab einem gewissen Alter so gut wie keine Rolle mehr. „Wenn Sie ein fünf
Jahre altes aber voll funktionsfähiges Smartphone in der Schublade liegen haben, dann kann es auch
in einem nagelneuen Zustand sein, für das Gerät bekommen Sie nicht mehr viel“, betont Christian
Wolf und ergänzt: „In Zwischenzeit gab es einen enormen technischen Fortschritt. Somit hat das
Gerät im Normalfall nur noch Schrottwert, selbst wenn es wie neu aussieht und voll funktionsfähig
ist.“

Klassiker bleiben wertvoll
Es gibt dennoch Geräte, die noch nach mehr als 5 Jahren ihre treuen Käufer finden. Sie besitzen einen hohen Nutzwert für eine bestimmte Käuferschicht, denen es nur auf eine Kernfunktion ankommt (Telefonieren) und verbinden dies mit einer besonders hohen Verarbeitungsqualität und einem zeitlos attraktiven Design. Als Beispiel kann man das Nokia 6300 oder das Motorola RAZR V3 nennen.

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