3. April ist “Der Tag des Handys”: Erfolgsgeschichte und Umweltherausforderung

Heute vor 39 Jahren wurde das erste öffentliche Handy-Gespräch geführt.

WIRKAUFENS setzt sich für eine stärkere kulturelle Würdigung des Mobiltelefons ein, das unsere Gesellschaft so tiefgreifend verändert hat – und möchte auf die Herausforderungen für die Umwelt aufmerksam machen. Deshalb erklärt WIRKAUFENS den 3. April zum Tag des Handys.

Warum der 3. April?

Am 3. April 1973 führte Martin Cooper das erste mobile Telefongespräch in New York. Motorola installierte eine Basisstation für die erste öffentliche Demonstration eines Telefonats über ein zelluläres Netzwerk. Damit wollte das Unternehmen die Federal Communications Commission überzeugen, Frequenzen für Privatunternehmen freizugeben, um die neue Technologie nutzen zu können.

Unter Beobachtung von Reportern und Passanten führte Cooper das erste Gespräch mit Dr. Joel S. Engel, Head of Research bei Bell Labs, und leitete einen fundamentalen Technologie- und Kommunikations-Wandel ein, indem man nun erstmals eine Person unabhängig von ihrem Ort anrufen konnte. Auch die anwesenden Journalisten konnten im Anschluss Telefonate führen, um sich von der Funktionalität zu überzeugen.

Cooper gilt als Erfinder des ersten Mobiltelefons: Es wog rund 1,1 kg. Seine Inspiration war, wie er sagte, Captain James T. Kirk, der in Star Trek einen kleinen, handlichen “Communicator” benutzte.

Erfolgsfaktor Gewicht und Bedeutungswandel des Handys

Klein und handlich – auch dies zählt zu den wesentlichen Faktoren, die die Erfolgsgeschichte des Handys begründen: Wog das Motorola Dyntac 8000x als erstes kommerzielles Handy 1983 noch stolze 1100 Gramm, so waren es beim ersten GSM-Handy für die D1- und D2-Netze, dem Motorola International 3200 von 1992 nur noch knapp 520 Gramm. 8 Jahre später um die Jahrtausendwende brachte das populäre Ericsson A1018s gerade einmal 185 Gramm auf die Waage. Die folgende Gewichtsschlacht, in der es besonders prestigeträchtig war, möglichst deutlich unter 100 Gramm Gewicht zu bieten, ist mittlerweile vorbei. Seit dem Trend zum Smartphone stehen in den letzten drei Jahren die Einfachheit der Bedienung und die Internetfähigkeiten der Geräte im Vordergrund. Ein aktuelles Smartphone wiegt nur noch 120-140 Gramm, das Samsung Galaxy S beispielsweise 120 Gramm, ein iPhone 140 Gramm – also nur gut 40 Gramm weniger als vor 10 Jahren üblich, aber 40-60 Gramm mehr als die leichtesten Handys Mitte der “Nuller Jahre”.

In den letzten 39 Jahren hat sich das Handy vom Statussymbol für Firmenlenker über das Werkzeug für Außendienstler und Journalisten hin zum Alltagsbegleiter vom Arbeiter bis zum Manager und vom Teenie bis zum Rentner entwickelt. Aus kleinen grau-grünen Displays sind große bunte Bildschirme geworden, statt Tastaturen dominieren heute die auf einen Fingerwisch hin gehorchenden berührungsempfindlichen Bildschirme, die Touchscreens.

Wurden früher in möglichst kurzen Gesprächen nur knapp Informationen ausgetauscht, so erlauben heute Flatrates für Telefonate und Kurzmitteilungen lange und fortgesetzte Unterhaltungen.

Umweltbelastung durch Handys

Viele Millionen gebrauchte Geräte aus den letzten 39 Jahren Handygeschichte lagern heutzutage in deutschen Haushalten – sie erzeugen keine direkte Belastung durch die Lagerung, aber indirekt belasten sie den Markt, da sie ihm Rohstoffe entziehen. Zudem führen sie zu einem höheren Verbrauch, da die Produktion von Neugeräten energetisch sehr aufwändig, die Weiternutzung von gebrauchten Geräten hingegen ressourcen- und damit umweltschonend ist.

Die Geräte wieder neuen Benutzern oder die Rohstoffe wieder dem Wirtschaftskreislauf zuzuführen, das hat sich WIRKAUFENS auf die Fahne geschrieben. Wer ungenutzte, auch defekte oder nicht als Sammlerstücke taugliche Modelle loswerden möchte, kann diese kostenlos an wirkaufens.de senden und bekommt noch einen kleinen oder großen Geldbetrag dafür.

Auf den Geräten löscht WIRKAUFENS die sensiblen Daten, arbeitet die Geräte wieder auf und verkauft sie in Deutschland und Europa weiter. Nicht mehr verwendbare Geräte kommen zum Recycling in Deutschland, so dass die wiederverwertbaren Metalle in den Wirtschaftskreislauf zurück geführt werden können – ganz ohne bürokratische Maschinerien wie Handy-Pfand oder Handy-Tonne.

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